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                          HTB verbindet in Zeiten der Quarantäne

                          17.04.2020

                          Trotz turbulenter Zeiten und schwieriger Rahmenbedingungen während der Montage hängt die Fertigstellung der Hängebrücke bei Schloss Trautson nicht mehr in der Schwebe.
                          Sie wird demnächst für den Publikumsverkehr geöffnet werden und die Ortschaften Mühlbachl und Pfons miteinander verbinden.

                          Die "Perle des Wipptals" erstrahlt in neuem Glanz

                          Der Verein "Schloss Matrei – Trautson" hat sich zum Ziel gesetzt, das gesamte Schlossareal als Kultur- und Veranstaltungszentrum zu etablieren. Kinder, Jugendliche und Familien sollen vom Angebot genauso angesprochen werden wie Kunstinteressierte und Erholungssuchende.
                          Bisher wurden in erster Linie Revitalisierungsarbeiten an den denkmalgeschützten Gebäuden selbst vorgenommen, um die "Perle des Wipptals" in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Mit der Realisierung und baldigen Fertigstellung der Hängebrücke vom Schlossbühel in Richtung Pfons ist jedoch der ganz große Wurf gelungen.

                          Hängebrücken schaffen Verbindungen

                          Im Herbst 2019 erfolgte vom Generalunternehmer HTB Baugesellschaft m.b.H. der Startschuss zum Bau der über 150 Meter langen "Erlebnishängebrücke" im Tibet Style, die an ihrer höchsten Stelle die Sill in etwa 60 Metern Höhe überspannt und die Gemeinden Mühlbachl und Pfons verbindet.
                          Mit vier vollverschlossenen Spiraltragseilen (Durchmesser 50mm) und zwei Windseilen mit einem Durchmesser von 36mm ist die 1,20 Meter breite Brücke gegen zu starke Schwingungen im föhnigen Wipptal bestens gerüstet.
                          Noch im Jahr 2019 wurden die doppelt korrosionsgeschützten Vorspannanker und Dauerpfähle bis zu 18 Meter tief in den anstehenden Felsen gebohrt und mit bis zu 800 kN vorgespannt, um die auftretenden Kräfte von mehreren hundert Tonnen sicher in den Untergrund ableiten zu können.
                          Nach der Betonage der Fundamente und der Montage der vier Meter hohen Pylone aus verzinktem Stahl wurden die in Summe etwa 10 Tonnen schweren Tragseile über die Schlucht gespannt. Für die anschließende Montage des Rahmens der Spannbandbrücke wurde ein speziell für dieses Bauwerk konstruierter Montagewagen eingesetzt.

                          Bauen in Zeiten der Quarantäne

                          Wie auf zahlreichen Baustellen mussten auch bei diesem Brückenbauprojekt zwischenzeitlich die Arbeiten aufgrund der CoV-bedingten Einschränkungen eingestellt werden. Mit speziellen Schutzvorkehrungen für die Bauarbeiter können nun jedoch die restlichen Montagearbeiten und die Erstellung der Zugangswege fortgeführt werden, um die Brücke bis Ende Mai für den Fußgängerverkehr freigeben zu können. Errichtet wurde die Hängebrücke von der Filiale HTB Tiefbau Ost, Standort Innsbruck. Wir gratulieren dem Team unter der Bauleitung von Roland Sumper und Gernot Abenthung ganz herzlich!

                          Hoffnung auf offizielle Eröffnung im Herbst

                          Die Betreiber der Brücke hoffen dann im Herbst 2020 anstelle von #bleibdaheim zur feierlichen offiziellen Eröffnung der Hängebrücke laden zu können. In Zukunft wird die ganzjährig begehbare Brücke eine tolle Attraktion im Wipptal bilden und die Einheimischen sowie alle Wipptal-Besucher gleichermaßen verstärkt zum Rundwandern einladen.